Themenfindung leicht gemacht

Lange habe ich ein Thema für den November-Blog gesucht, ohne es zu finden. Plötzlich war es da. Das lange gesuchte Thema heißt… Themenfindung! Aber es geht nicht um Blogs, sondern um wissenschaftliche Arbeiten. Wie also beginnen, wenn ein Text mit wissenschaftlichem Anspruch erstellt werden soll?

Eingrenzen: Das Thema wird umzingelt, bis es sich ergibt

Zunächst muss das Thema eingegrenzt werden. Um ein aktuelles Beispiel zu verwenden: „Digitalisierung“ als Thema ist super! Es ist spannend, hochaktuell, es existiert jede Menge Literatur dazu – perfekt! Aber was soll beschrieben werden? Zur Digitalisierung gehören technische Entwicklungen (Computer, Handys…), gesellschaftliche Auswirkungen (Kommunikation über WhatsApp oder Facebook als Beispiel), wirtschaftliche Veränderungen (man denke an den Einkauf bei Amazon und Co)… Schauen wir uns diese Beispiele der Reihe nach an:

1:0 – die technische Seite der Digitalisierung

Viele Geräte sind uns im Alltag so vertraut, dass sie gar nicht mehr als digitale Innovation wahrgenommen werden. Was als Umwandlung analoger Informationen in Einsen und Nullen begann, hat uns wahre Wunderwerke der Technik beschert. Vom Desktop PC zum Laptop zum Handy. Wie könnte der nächste Schritt aussehen? Smart Devices, jenseits von Fitnesstrackern und Smart Watches? Auf jeden Fall ein spannendes Thema für eine wissenschaftliche Arbeit! Nicht nur für Wirtschaftswissenschaftler. Mein Themenvorschlag: „Fit und smart – eine empirische Untersuchung der Marktchancen von Fitnesstrackern unter Berücksichtigung der Konsumgewohnheiten der Generation Z“.

Siri – ruf´ Alexa an! Die gesellschaftliche Seite der Digitalisierung

Während sich unserer Vorfahren noch persönlich beschimpft haben, sind wir einen Schritt weiter und nutzen dafür soziale Netzwerke. Plattformen wie Facebook und Co. Haben eine wahre Flut an Experten und Kennern für nahezu jedes Thema hervorgebracht. Hand aufs Herz – wer war noch nie in eine Diskussion auf einer sozialen Plattform verwickelt? So weit so schlecht. Aber was macht diese Entwicklung mit unserer Wahrnehmung? Wie verändert sie unsere Art und Weise zu kommunizieren? Können wir überhaupt noch sicher sein, mit Menschen zu diskutieren (wo doch Künstliche Intelligenz und Chatbots allgegenwärtig sind)? Der angehende Soziologe strickt daraus bestimmt ein gutes Thema für seine nächste wissenschaftliche Arbeit oder fragt den Ghostwriter seines Vertrauens. Dieser würde zu folgendem Titel raten: „Der Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf das Kommunikationsverhalten junger Menschen unter Berücksichtigung des Medien-Nutzungsverhaltens“.

Shopping total – 24/7. Die wirtschaftliche Seite der Digitalisierung

Rund um die Uhr einzukaufen ist des einen Last, des anderen Lust. Die Qual der Wahl wird immer größer, die virtuellen Geschäfte haben immer geöffnet und ständig Angebote auf Lager. Logistikdienstleister werden daran gemessen, wie schnell sie die Ware zum Kunden befördern. Warum bis morgen warten, wenn die Konkurrenz schon heute liefert? Amazon experimentiert mit Bestellungen, die versendet werden, bevor sie überhaupt aufgegeben wurden. KI macht’s möglich und die Algorithmen kennen uns bald besser als wir selbst. Aufregend genug, um ein Thema für eine Arbeit abzuleiten. Wie wäre es mit „Ich kaufe, also bin ich – Konsument sein im Zeitalter Künstlicher Intelligenz“?

Ich hoffe, ich konnte die eine oder andere Anregung mit auf den Weg geben. Für mich heißt es jetzt wieder – Themenfindung! Denn der nächste Blogbeitrag kommt bestimmt.

Schreiben Sie einen Kommentar